Mit einem ambitionierten Investitionspaket hat die Bundesregierung Ende Juni 2025 ein deutliches Signal für den Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur gesetzt. Bis 2029 sollen insgesamt 166 Milliarden Euro in das Verkehrsnetz fließen – mit der Bahn als klarer Schwerpunkt. Rund zwei Drittel des Budgets, nämlich 107 Milliarden Euro, sind für die Sanierung und Digitalisierung des deutschen Schienennetzes vorgesehen. Ziel ist ein leistungsfähigeres, zuverlässigeres und zukunftsfähiges Bahnnetz.
Leise Gleise - Gemeinsam gegen Bahnlärm!
Mit unserer Vision "Leise Gleise" entwerfen wir eine Zukunft, in der Bahnlärm drastisch reduziert wird - für eine Mobilität, die Gesundheit, Lebensqualität und Umweltschutz miteinander vereint, anstatt sie gegeneinander auszuspielen.
Um Bahnlärm im Nah- und Fernverkehr beim Personen- und Güterverkehr wirksam zu bekämpfen und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, schlagen wir folgende Maßnahmen vor:
>Vorgehen gegen Bahnlärm<
Informationen zu Bahnlärm im Nah- und Fernverkehr:
... finden Sie hier und in unserer Bibliothek.
Seit dem 1. August wird die 270 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin umfassend erneuert. Der Zugverkehr wurde eingestellt, erste Baumaßnahmen haben begonnen – der Umstieg auf Ersatz- und Umleitungsverkehre funktioniert bislang sehr stabil. Mehr als 170 Busse auf 28 Linien und Umleitungen über Stendal und Uelzen sichern die Erreichbarkeit aller Ziele im Fern- und Regionalverkehr. Auch die Fahrgastinformationen wurden ausgebaut, inklusive Echtzeit-Bus-Tracking. Die Bauarbeiten sollen neun Monate dauern.
Kundinnen und Kunden der Deutschen Bahn müssen sich laut der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf eine massive Preiserhöhung einstellen. Grund dafür sind steigende Trassenpreise – also Gebühren für die Nutzung des Schienennetzes – sowie finanzpolitische Rahmenbedingungen, die die wirtschaftliche Belastung weiter verschärfen.
Quelle: Tagesschau.de, Artikel vom 02.07.2025
Im August 2023 entgleiste ein Güterzug im Gotthard-Basistunnel – eines der wichtigsten Bahnprojekte Europas. Nun, über 1,5 Jahre später, liegt der Abschlussbericht der Schweizer Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) vor. Die Ergebnisse werfen ein deutliches Licht auf systemische Sicherheitsprobleme im europäischen Güterverkehr – insbesondere durch bestimmte Radsatztypen mit sogenannten LL-Bremssohlen (Low Friction - Low Noise Bremsen, also Bremsen mit geringer Reibung und wenig Lärm. Genauer gesagt handelt es sich dabei um Bremssohlen aus Verbundwerkstoffen, die an Güterwagen verwendet werden und die herkömmlichen Grauguss-Bremsklötze ersetzen).
Ein neuer Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigt: Mehr als 112 Millionen Menschen in Europa sind gesundheitsschädlichem Verkehrslärm ausgesetzt – das entspricht mehr als jedem Fünften. Die EEA stuft den Lärm dabei nicht nur als lästig, sondern als ernste Umwelt- und Gesundheitsgefahr ein.
Die Daten stammen aus dem Jahr 2021 und umfassen 31 Länder, darunter die EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. In Deutschland allein sind etwa 22 Millionen Menschen (26 % der Bevölkerung) ganztags Lärm über dem EU-Grenzwert von 55 Dezibel ausgesetzt – nachts betrifft das immer noch rund 15 Millionen Menschen.
Wirtschaftlichkeit statt Wunschkonzert: Die Bahn unter Druck
Die Deutsche Bahn steht erneut im Fokus der öffentlichen Debatte. Ein Kommentar in der FAZ fordert mehr wirtschaftliche Vernunft im Bahnverkehr – auch wenn das unbequeme Entscheidungen bedeutet. Subventionierte Strecken und soziale Sonderangebote müssten auf den Prüfstand.
